Wasserspender für das Büro und das Wohnheim — Mieten oder kaufen?

Wasserspender gelten heutzutage als beinahe allgegenwärtig. Ob in Supermärkten, Büros oder Schulen, Wasserspender werden überall standardisiert eingesetzt. Doch wie geht man beim Kauf eines solchen Geräts vor? Worauf sollte man achten? Unser Ratgeber wird Ihnen diese und weitere Fragen in einer einfach zu verstehenden Form beantworten.

Zuallererst werden wir uns mit der Obigen beschäftigen: Sollte man einen Wasserspender mieten oder kaufen?

Auf diese Frage gibt es natürlich keine diskrete Antwort, da die Bedürfnisse des Käufers eine große Rolle spielen. Allgemein kann man aber sagen, dass die Miete generell einige Vorteile gegenüber dem Kauf besitzt.

So ist der Mietkauf oft mit einem kompletten Servicevertrag verbunden, was bei einem Neukauf oft mit einem Aufpreis verbunden ist. Auf diese Weise werden beim Mietkauf regelmäßige Wartungen leicht—oft sogar kostenlos—gemacht. Allerdings ist der Kauf eines Wasserspenders auch nicht ohne Vorteile.

Im Folgenden werden wir uns im Detail mit beiden Kaufoptionen beschäftigen, um einen noch klareren Einblick in dieses Thema geben zu können.

Kaufen

wassertropfen

Der Kauf eines Wasserspenders stellt oft die standardmäßige Option gegenüber der Miete dar, insbesondere, da er relativ unkompliziert ist. Allerdings sollte man auf die Vor- und Nachteile des Kaufs stark achten und diese berücksichtigen, bevor man sich für diese Anschaffungsmöglichkeit entscheidet.

Der bereits erwähnte, höchst wichtige Faktor, den man vor der finalen Kaufentscheidung miteinbeziehen sollte, ist die Tatsache der hohen regelmäßigen Wartungskosten. Wartungen müssen generell etwa alle drei bis sechs Monate durchgeführt werden und sind bei einem Leasing- beziehungsweise Mietvertrag oft miteinbezogen, beim Kauf allerdings generell nicht. Manche Hersteller bieten auch bei gekauften Wasserspendern kostenfreie Wartungen an; solche Angebote sind jedoch relativ selten und oft nur bei luxuriöseren Modellen verfügbar. Diese Wartungskosten können zwischen 20 und 100 Euro, in seltenen Fällen sogar mehr betragen.

Die Kaufpreise der Wasserspender selbst belaufen sich auf 500 bis 1500 Euro je nach Modelltyp.

Wieviel kostet ein Wasserspender?

Die Modelltypen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Funktion, sondern auch in Form, Größe, Platzverbrauch, Wartungskosten und Kapazität. Um diese und ihre Unterschiede voneinander besser zu verstehen und die Entscheidung für das richtige Modell zu vereinfachen, haben wir eine Tabelle mit den am häufigsten angebotenen Modelltypen vorbereitet.

ModelltypBeschreibungPreis
Standgerät mit Gallone
  • einfache Bedienung
  • durchschnittliche Wartungskosten
  • muss regelmäßig aufgefüllt werden
400€ - 1.000€
Leitungsgebundenes Standgerät
  • sehr hohe Kapazität
  • sehr geringe Wartungskosten
  • platzsparende Modelle
650€ - 1.500€
Tischgerät mit Gallone
  • finden selten Verwendung
  • sehr klein und kompakt
  • Kompromisslösung
750€ - 1.400€
Leitungsgebundenes Tischgerät
  • sehr hohe Kapazität
  • geringe Wartungskosten
  • relativ hoher Preis
850€ - 1.500€
Einbaugerät
  • hohe Installationskosten
  • unbegrenzte Kapazität
  • optisch ansprechende Lösung
900€ - 2.000€

Wie Sie sehen können, belaufen sich selbst die Kosten einiger preiswerter Modelle unter Umständen auf weit mehr als 1.000€. Das ist zwar kein Vermögen, allerdings auch nicht gerade eine kleine Summe. Hinzu kommen noch bei einigen Varianten, wie etwa dem Einbaugerät, heftige Montagekosten von bis zu 800€. Die Wartungskosten müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden. Allgemein kann man also durchaus behaupten, dass der Einstiegspreis eines Wasserspenders nur wenig über die tatsächlichen Betriebskosten aussagt.

Nun kommt eine zusätzliche Frage auf: Welche ist die vertrauenswürdigste Marke beim Wasserspenderkauf? Wir haben uns die populärsten angeschaut und sie hier aufgelistet.

Die Anbieter im Überblick

Revos

Diese deutsche Firma stellt einen der größten bundesweiten Anbieter von Wasserspendern aller Art dar. Revos Wasserspender und Tafelwasseranlagen können sowohl raumtemperiertes, kaltes und warmes Wasser mit oder ohne CO2 servieren und sind generell sehr vielseitig. Verschiedene Modellreihen sind je nach den Bedürfnissen des Käufers mit unterschiedlichen Features verfügbar. So existiert etwa die „OFFICE“-Modellreihe, die speziell für Einsatzszenarien in Büros gedacht ist und mit hoher Kapazität und einfacher Bedienung punktet. Revos stellt sowohl Stand-, Tisch- Einbau- sowie weitere Geräte her.

Revos-Modelle sind hauptsächlich an professionelle Kunden gerichtet, selbst wenn auch einige für den Privatgebrauch gedachte Angebote existieren. Trotzdem sorgt Revos hauptsächliche Demografik für einen relativ hohen Preis.

welltec

Diese relativ neue Firma bietet ausschließlich ein einziges Modell an, den One Touch Wasserspender. Dieser Wasserspender wird als universelles Modell angepriesen und ist ausschließlich als leitungsgebundenes Tischgerät verfügbar. Es kann sowohl gekühltes oder raumtemperiertes Wasser mit oder ohne Kohlensäure per Knopfdruck servieren. Außerdem verfügt der One Touch über moderne Filter- und Aufbereitungstechnologien, die die Konsistenz des Wassers verbessern. Welltecs Produkt und der inklusive Service stellt einen eleganten und preiswerten Einstieg in die Welt der Wasserspender dar.

BRITA

BRITA stellt einen relativ großen Lieferanten von Wasserspendern im mitteleuropäischen Raum dar. Diese Firma produziert Modelle sowohl für den Privatgebrauch als auch für professionelle Nutzer. BRITA spezialisiert sich größtenteils auf gallonenbetriebene Wasserspender und bietet aufwändigen Service und Support für diese an.

Die meisten der „Ionox“-Modelle BRITAs können relativ gut als Einsteigergeräte beschrieben werden und sind relativ kostengünstig. Allerdings muss man auch die relativ hohen regelmäßigen mit Gallonen verbundenen Kosten miteinbeziehen.

Diese drei Firmen sind wohl die zuverlässigsten Optionen auf dem heutigen Wasserspendermarkt. Doch wie sieht es mit dem Mietkauf aus? Genau das schauen wir uns im nächsten Abschnitt an.

Mieten

Der Mietkauf ist eine relativ nischenhafte Kaufoption, die nur selten in Erwägung gezogen wird. Doch ist sie profitabel?

Wieder haben wir in einer Tabelle die Bauarten und respektiven Kosten der verschiedenen Wasserspender veranschaulicht.

Modelltyp

Beschreibung

monatliche Kosten

Standgerät mit Gallone

  • einfache Bedienung
  • durchschnittliche Wartungskosten
  • muss regelmäßig aufgefüllt werden

50€ - 100€

Leitungsgebundenes Standgerät

  • sehr hohe Kapazität
  • sehr geringe Wartungskosten
  • platzsparende Modelle

60€ - 120€

Tischgerät mit Gallone

  • finden selten Verwendung
  • sehr klein und kompakt
  • Kompromisslösung

70€ - 150€

Leitungsgebundenes Tischgerät

  • sehr hohe Kapazität
  • geringe Wartungskosten
  • relativ hoher Preis

60€ - 175€

Einbaugerät

  • hohe Installationskosten
  • unbegrenzte Kapazität
  • optisch ansprechende Lösung

70€ - 180€

Wie Sie sehen können, variieren Mietpreise nicht so stark wie durchschnittliche Kaufpreise.

Hier muss man sich jedoch fragen, ob das Mietmodell langfristig profitabel sein kann. Natürlich gibt es darauf keine eindeutige Antwort, da Mietbeträge sich erst über Zeit zu großen Summen addieren können. Der Vorteil des Mietkaufs gegenüber dem Neukauf hängt also davon ab, wie lange man den Wasserspender nutzen möchte. Generell kann man bei durchschnittlichen Mietkosten sagen, dass nach spätestens 3 Jahren die Raten sich zu Beträgen akkumulieren, die deutlich höher als der Neupreis für ein vergleichbares Gerät sind. Ein Mietvertrag ist also nur für kurze Zeit wirklich zu empfehlen, selbst wenn so manche Hersteller mit verlockenden Angeboten wie kostenlosen Wartungsarbeiten werben. Diese schaffen es allerdings nicht, die Nachteile des Mietkaufs komplett auszubessern.

Ein Wasserspender im Privathaushalt?

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Die Hauptkunden für Wasserspender stellen bei Weitem Firmen und Großbetriebe dar. Das heißt allerdings nicht, dass der Kauf eines Wasserspenders für das eigene Wohnheim eine Unmöglichkeit ist. Viele der größten Hersteller in der Branche bieten Modelle für Privatkunden an; oft sind diese für einen Laien kaum von den professionellen Angeboten zu unterscheiden, abgesehen vom Preis, natürlich.

Doch macht die Anschaffung eines solchen Wasserspenders überhaupt Sinn?

Die Antwort darauf lautet: Vielleicht.

Wasserspender sind hauptsächlich effektiv, wenn sie eine möglichst hohe Anzahl an Nutzern haben. Genau aus diesem Grund schaffen sich so viele Betriebe, Schulen, Krankenhäuser und viele weitere Institutionen heutzutage Wasserspender an. Eine oft zitierte Studie besagt über dieses Thema, dass in einem durchschnittlichem Betrieb mit etwa 150 Mitarbeitern die Installation von Wasserspendern zu jährlichen Ersparnissen von bis zu 100€ pro Mitarbeiter führen kann.

Natürlich sieht es in einem Privathaushalt anders aus. Nur selten erreicht die Anzahl der Mitbewohner in so einer Gemeinschaft zweistellige Werte. Man könnte also daraus schließen, dass ein Wasserspender in einer solch menschenleeren Umgebung aus einer finanziellen Perspektive komplett unnötig sei, oder?

Nicht ganz, denn die tatsächliche Effektivität des Wasserspenders hängt nicht nur von der Anzahl der Nutzer ab, sondern von vielen anderen Faktoren wie dem durchschnittlichen Wasserverbrauch jeder einzelnen Person. Trotzdem kann man allgemein zusammenfassen, dass ein Wasserspender eher in einer Großfamilie angebracht ist als in einem Wohnheim mit nur wenigen Personen.

Das heißt allerdings nicht, dass sie einen Wasserspender für den Privatnutzen nicht in Erwägung ziehen sollten. Er kann nämlich eine gute Möglichkeit darstellen, um den Wasserverbrauch des Haushalts auf ein höheres Niveau zu bringen. Außerdem bieten viele Wasserspenderhersteller exklusive Angebote für Privatkunden an, um den etwas hohen Durchschnittspreis auf einen angemesseneren Standard zu senken. Die häufigste Strategie in diesem Fall ist der relativ günstig erscheinende Mietkauf, doch wie bereits angesprochen sollte dieser nicht unbedingt Ihre erste Wahl sein.

Häufig gestellte Fragen

Das Thema Wasserspender sollte dank den bisherigen Abschnitten unseres Ratgebers nun relativ klar sein. Trotzdem könnte es sein, dass einige Fragen offen geblieben sind. Diese möchten wir nun beantworten.

Inwiefern ist normales Leitungswasser mit dem von Wasserspendern zubereitetem Wasser zu vergleichen?

Leitungswasser enthält zahlreiche Mikroorganismen und Chemikalien. Einige werden mit Absicht in das Wasser eingeschleust, wie etwa Fluorid, das das Gebiss vor Plaque schützen soll. Andere kommen auf natürliche Weisen ins Wasser und durch es in den Körper des Trinkers. Die allermeisten dieser Stoffe und Organismen machen Menschen nichts aus, in selteneren Fällen können sie aber Allergien oder Krankheiten auslösen. Im Vergleich dazu benutzen Wasserspender immer Filter, um das Wasser so rein wie möglich zu erhalten.

Wie viel Wasser sollte ich täglich trinken?

Wasser sollte man nicht nur trinken, wenn man sich durstig fühlt. Im Gegenteil, konstante Wasserversorgung ist für den Körper sehr wichtig. Experten empfehlen mindestens 2 Liter an Wasser pro Tag.

Welcher Wasserspendertyp ist der richtige für mich, gallonenbetriebener oder leitungsbetriebener?

Wasserspender mit Gallonnen werden hauptsächlich dort verbaut, wo der direkte Anschluss an die Wasserleitung umständlich oder unmöglich erscheint. Sie sind relativ mobil, da sie zum Betrieb nur einen Stromanschluss benötigen. Sie sind also am besten in Verwendungsszenarien aufgehoben, wo der Wasserspender nicht die ganze Zeit am selben Ort stehen muss.

Leitungsbetriebene Wasserspender hingegen sind nur schwer von Ort zu Ort zu bewegen, sind aber effizienter als Wasserspender mit Gallonen, da sie einen konstanten und permanenten Wasservorrat besitzen und oft mehr und schneller Wasser fördern können als vergleichbare Modelle mit Gallonen.

Deshalb werden leitungsbetriebene Wasserspender oft dort benutzt, wo viele Personen mit möglichst wenigen Geräten bedient werden müssen, wie zum Beispiel in Schulen.

Wo ist der beste Standort für einen Wasserspender?

Wasserspender sollten generell nur dort montiert werden, wo keine großen Mengen an Feuchtigkeit oder Sonnenlicht vorhanden sind. Außerdem sollte die Umgebung möglichst sauber und frei von Staub sein.

Was bedeutet die oft seitens Herstellern verwendete Abkürzung POU?

POU steht für Point Of Use und ist ein Synonym für leitungsbetriebene Wasserspender.

Wie und wie oft sollte ein Wasserspender gereinigt werden?

Sie selber sollten als Nutzer den Wasserspender einmal pro Woche reinigen. Hierfür muss ausschließlich der eingebaute Tropfenfang entfernt und mit heißem Wasser ausgespült werden. Eine detailliertere Wartung erfolgt als Teil Ihres Kauf- oder Mietvertrags. Die Frequenz und die Kosten dieser Wartung hängen vom Vertrag ab; die Prozedur vom Hersteller.

FAZIT


Unser Ratgeber hatte zwar nicht das Ziel, eine allumfassende und detaillierte Erläuterung des Wasserspenderkaufs anzubieten, doch wir hoffen, dass er Ihnen genügend Information gegeben hat, um die Entscheidung zur Anschaffung eines Wasserspenders dramatisch zu erleichtern.

Hiermit sollten Sie einen klaren Überblick über den Kauf, die Miete und alles relevante zu diesem Thema erhalten haben.

Wir wünschen Ihnen viel Glück für den zukünftigen Kauf oder Miete Ihres Wasserspenders!